Ernährung

Industrielle Landwirtschaft

Die globale, industrialisierte Landwirtschaft trägt in besonderem Maße zum Klimawandel bei. Etwa ein Drittel der weltweiten Treibhausgasemissionen gehen auf ihr Konto. Das liegt unter anderem an den Lachgasemissionen, die entstehen, wenn chemischer Dünger auf Stickstoff-Basis auf die Felder gebracht wird und ein Teil dann als Lachgas in die Atmosphäre entweicht. Tatsächlich ist Lachgas etwa dreihundertmal klimaschädlicher als CO2! Die Ökolandwirtschaft und viele kleinbäuerliche Betriebe – vor allem in Afrika, Asien und Lateinamerika – kommen hingegen ohne chemische Dünger und Pestizide aus.

Wusstest du, dass auch der Nassreisanbau hohe Methanemissionen verursacht? Diese bilden sich bei Uberflutung der Felder mit Wasser, da nicht mehr genügend Sauerstoff in den Boden eindringen kann. Durch diese Anbaumethode entstehen geschätzte 25 Prozent der globalen Methanemissionen.

Viehzucht und Klimawandel

Ein weiterer wichtiger Faktor sind die Methan-emissionen, die bei der Verdauung von Wieder-käuern wie Kühen und Schafen entstehen. (Methan ist fünfundzwanzigmal klimaschädlicher als CO2!). Das macht die Tierhaltung und den Fleischkonsum zu einem ökologischen Problem. Hinzu kommt: Für den Anbau von Futtermitteln wie Soja und die benötigten Weideflächen werden vor allem in Südamerika große Regenwald- und Savannengebiete abgeholzt. Diese Wälder haben ehemals sehr viel CO2 gespeichert, das bei der Rodung dann freigesetzt wird. Um allein für die deutsche Fleisch- und Milchindustrie Soja für Kraftfutter anzubauen, werden in Südamerika drei Millionen Hektar Land benötigt. Dies enspricht der Fläche von ganz Brandenburg.

Die Ernährungsgewohnheiten der Bevölkerung in Deutschland gehen also zu Lasten des Klimas, zu Lasten von Wäldern und deren Bewohner*innen in anderen Erdregionen sowie zu Lasten von vertrieb-enen Kleinbauern und –bäuerinnen.

Wie viel CO2 wird durch die Herstellung unserer Lebensmittel erzeugt?

39 kg

pro kg

 

LAMMFLEISCH

27 kg

pro kg

 

RINDFLEISCH

4,8 kg

pro kg

EIER

2,9 kg

pro kg

 

KARTOFFELN

2,0 kg

pro kg

GEMÜSE

1,1 kg

pro kg

OBST

Globale Lebensmittelproduktion

Die Landwirtschaft treibt aber nicht nur den Klimawandel voran. Gleichzeitig haben die klimatischen Veränderungen besonders schwere Folgen für die Erzeugung von Lebensmitteln weltweit. Der Klimawandel verschärft die Ernährungssituation und somit das globale Hungerproblem vor allem durch folgende Entwicklungen:

Sinkende landwirtschaftliche Erträge in den betroffenen Regionen aufgrund von Dürren, Überschwemmungen oder generellen klimatischen Veränderungen

Steigende Nahrungsmittelpreise infolge von Lebensmittelkrisen

Von diesen Folgen des Klimawandels sind wiederum Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika deutlich stärker betroffen als Menschen in so genannten Industrieländern, die mit ihrer Lebens- und Wirtschaftsweise – auch im Bereich Ernährung und Landwirtschaft – viel stärker zur Erderwärmung beigetragen haben und immer noch beitragen.

Die Challenges rund ums Thema Ernährung helfen dir dabei, deine Ernährungsgewohnheiten zu reflektieren. Gleichzeitig erhälst du viele spannende Tipps, die dem Klima und dir gut tun.

Gefördert durch Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Impressum

Redaktion: Paula Aschenbrenner, Sarah Haag, Franziska Menge, Lena Michelsen, Verena Schlinkert, Sebastian Tews

Technische Umsetzung der Webseite: Sebastian Tews
 

Technische Umsetzung der App:
Fabian Jäger,
PatientZero Games GmbH

Simon-von-Utrecht-Str. 1

20359, Hamburg

Telefon: +49 (0) 40 572 84 130
info@patientzero-games.com

Datenschutzerklärung

Initiative: Klima.Wandel.Gerechtigkeit

ClimateChallenge, Berlin, Germany

Kontakt: climatechallenge@riseup.net

Bildrechte externer Medien:

https://pixabay.com/

CC0 1.0 Public Domain Dedication

B

In Kooperation mit dem ASA-FF e.V.