Kleidung

KLEIDUNG - Anbau und Herstellung

Ein konventionelles Kleidungsstück hat meist tausende von Kilometern und unterschiedliche Produktionsschritte in verschiedenen Ländern zurückgelegt, bis es den Weg in deinen Kleiderschrank findet. Der Herstellungsprozess und der Transport sind dabei meist weder ökologisch noch sozial gerecht und haben gravierende Folgen für die Umwelt und für die Menschen, die an der Produktion beteiligt sind.

Für den Anbau der Baumwolle, die ein Haupt-bestandteil vieler Kleidungsstücke ist, sowie für die weiteren Produktionsschritte werden Unmengen von Wasser benötigt. Insgesamt werden für ein T-Shirt im ganzen Produktionsprozess 2.500 Liter Wasser benötigt - das entspricht 15 vollen Bade-wannen! Die Baumwolle wächst in tropischen und subtropischen Regionen, also hauptsächlich in Ländern Asiens, Afrikas und Mittelamerikas, in denen die Arbeits- und Sozialstandards für die Arbeiter*innen auf den Feldern häufig katastrophal sind. Zusätzlich belastet der massive Einsatz von Pestiziden die Umwelt und die Gesundheit der Arbeiter*innen.

Nach der Ernte wird die Baumwolle in mehreren Schritten und an verschiedenen Standorten zuerst zu Garn und dann zu Stoff weiterverarbeitet und anschließend gefärbt oder gebleicht. Durch den Einsatz großer Mengen an Chemikalien entstehen hierbei weitere Umwelt- und Gesundheitsprobleme. Die Verschmutzung der Gewässer durch Pro-duktionsabfälle und Farbreststoffe sind ein Beispiel hierfür.

Wusstest du, dass für die Produktion von einem T-Shirt insgesamt 2.500 Liter Wasser benötigt werden?

In den Textilfabriken, in denen anschließend die Kleidungsstücke zusammengenäht werden, herrschen meist schlechte Arbeitsbedingungen, während die Produktionskosten für die Firmen in den Ländern des globalen Südens in der Regel sehr niedrig sind. Da jeder dieser Produktionsschritte in einem anderen Land stattfindet, entstehen außerdem lange Transportwege, die enorm hohe CO2-Emissionen verursachen.

56.000 km: Die Reise unserer Kleidung am Beispiel einer Jeans:

Kasachstan

Ernten der Baumwolle

Türkei

Spinnen der Fäden

Taiwan

Chemisches Färben des Garns

Polen

Weben des Stoffs

Philippinen

Zusammenfügen der Einzelteile

Griechenland

Hinzufügen des USED LOOK

Wusstest du, dass laut Greenpeace 2014 weltweit mehr als 100 Milliarden Kleidungsstücke produziert wurden?

Klingt nicht nach viel? Im Jahr 2000 lag die Zahl noch bei knapp der Hälfte.

KLEIDUNG - Der Trend

Die „Hauptsache billig“-Kultur in der Textilbranche und der Fast-Fashion Trend – also unser Verlangen danach, immer mehr Kleidung für immer billigere Preise zu bekommen – unterstützen diesen Kreislauf und sorgen dafür, dass die ökologischen und sozialen Probleme bestehen bleiben.

In den meisten Fällen sind es die Menschen aus Ländern des globalen Südens, die unter diesen Folgen leiden, während die Menschen im globalen Norden von den immer neuen und immer billigeren Angeboten profitieren.

KLEIDUNG - Die Alternative

Doch es gibt auch Möglichkeiten, dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen. Die sogenannte Slow-Fashion Bewegung bietet vielfältige Alternativen zu der herkömmlichen Kleidungsindustrie. Es gibt bereits viele Hersteller*innen, die sich auf ökologisch und fair gehandelte Kleidung spezialisiert haben. Und nicht nur das: Es gibt mittlerweile auch Labels, die Upcycling-Kleidung verkaufen oder Tauschkonzepte für Kleidungsstücke anbieten. Den Ideen sind keine Grenzen gesetzt! Anstatt ein neues Kleidungsstück zu kaufen, gibt es aber auch andere Möglichkeiten, die Spaß machen und die für jede*n Verbraucher*in einfach umzusetzen sind. Gute Beispiele sind ein Bummel über einen Flohmarkt oder durch einen Secondhand-Laden, das Tauschen von Kleidungsstücken unter Freund*innen sowie Do-it-yourself. Beim Neukauf kannst du dich an bestimmten Siegeln für ökologische und/oder faire Herstellung orientieren. Ein etabliertes Siegel ist zum Beispiel das GOTS-Zertifikat. Mehr Infos findest du hier!

Wusstest du, dass allein in den USA, 84 Prozent der in 2012 nicht mehr gewollten Kleidung auf Müllhalden landen?

Die Challenges rund ums Thema Kleidung helfen dir dabei, dein Konsumverhalten zu reflektieren und dir deiner Rolle im Fashion-Kreislauf bewusst zu werden. Gleichzeitig kannst du dich über Handlungsmöglichkeiten informieren und Alternativen ausprobieren.

Gefördert durch Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Impressum

Redaktion: Paula Aschenbrenner, Sarah Haag, Franziska Menge, Lena Michelsen, Verena Schlinkert, Sebastian Tews

Technische Umsetzung der Webseite: Sebastian Tews
 

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